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11. März 2016 Anton H.

LAUtonomia für ein Ende des Braunkohlezeitalters

Der Beauftragtenrat der Linksjugend Sachsen erklärt sich solidarisch mit den Besetzer_innen des Waldstücks nahe des Tagebaus Nochten.

Am Samstag, dem 5. März 2016, hat eine Gruppe von Aktivist_innen, die sich LAUtonomia nennt, ein Waldstück nahe des Dorfes Rohne, das für den Braunkohletagebau Nochten abgebaggert werden soll, besetzt, um dessen Rodung zu verhindern. Der Braunkohletagebau Nochten liegt im Landkreis Görlitz und ist einer der vier großen Tagebaue in der Lausitz und wird derzeit (noch) vom schwedischen Staatskonzern Vattenfall betrieben. Im Jahr werden hier bis zu 18 Mio. Tonnen Braunkohle gefördert. Damit ist dieser Tagebau der Hauptversorger für das naheliegende Kohlekraftwerk Boxberg, eine der größten CO2-Schleudern Sachsens. Für die Besetzer_innen ist klar, dass der Tagebau Nochten massiv zum Klimawandel beiträgt und somit keinesfalls erweitert werden darf.

 

Dazu erklärt Paul Gruber, Mitglied des Beauftragtenrates der linksjugend ['solid] Sachsen: 

„LAUtonomia handelt entschlossen und völlig richtig. Klimaschutz geht uns alle an und somit ist die Waldbesetzung in der Lausitz eine starke und unterstützenswerte Aktion. Ein Wegschauen und Schönreden darf es beim Thema Braunkohleausstieg in der Lausitz und anderswo nicht geben. Braunkohleausstieg bleibt Handarbeit!“

 

Ergänzt wird seine Aussage vom Landtagsabgeordneten und Sprecher für Energie- und Klimaschutzpolitik der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, Marco Böhme

"Der zivile und friedliche Ungehorsam gegen profitorientiere Käufer_innen der Kohleindustrie ist nötig und richtig. Solche Aktionen und Besetzungen wird es in Zukunft häufiger geben, weil die Leute merken, dass es sich lohnt zu kämpfen - für den Klima- und Umweltschutz und nicht zuletzt für die eigene Region. Die Kohle hat keine Zukunft und es muss endlich begonnen werden, umzudenken. Je länger man der Bevölkerung die Illusion der ewig weiterdampfenden Kraftwerke vorgaukelt, umso schwieriger wird ein echter Strukturwandel. Es braucht einen klaren Ausstiegsplan aus der Kohle und notwendige Investitionen in die Region. All das verhindert die sächsische Staatsregierung - und damit eine nachhaltige Zukunft. 

 

Die linksjugend ['solid] Sachsen hat sich erst vor Kurzem auf ihrem Landesjugendplenum für eine Unterstützung von „Ende Gelände“ ausgesprochen. Dies ist ein Zusammenschluss von Klimaaktivist_innen, der dazu aufruft, zu Pfingsten im Braunkohlerevier in der Lausitz mit friedlichen Massenblockaden Infrastruktur zum Braunkohleabbau zu blockieren. Es soll dabei vor allem um ein Zeichen gegen den Klimawandel und den fossilen Kapitalismus gehen.

Kategorien: Landesjugend, Landesweite Infos

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